Obdachlosigkeit während der Pandemie ist ein Problem, das öffentlich nicht diskutiert wird. Niemand ist da, um den Ärmsten der Armen eine Stimme zu geben. Masken und Abstandsgebot, wie wenn man kein Zuhause hat? Hygiene? Hände waschen? Wie, wenn man kein Zuhause hat? Wie desinfizieren? Womit? Desinfektion? Ganz zu schweigen von den wegfallenden Spenden in dieser, für jeden von uns, schwierigen Zeit, insbesondere dann, wenn die Innenstädte leer waren.

Niemand ist bereit, diese Probleme anzugehen. Notunterkünfte? Extra Essensrationen?

Nunmehr steht der Sommer und mit ihm die hohen Temperaturen bevor. Die Versorgung mit Getränken, mit Trinkwasser, hat daher oberste Priorität.

Denn Trinkbrunnen, also Wasserbrunnen für Mensch und Tier, sind eine Rarität in unseren Städten. Mehr Trinkbrunnen für den öffentlichen Raum ist wichtig. Gibt es aber nicht in jeder Stadt.

Wir von der Kartalstiftung würden gerne helfen.

Helfen mit dem Notwendigsten:

Einer Tüte, die den Allgemeinbedarf für ein paar Tage deckt; eine Tüte, die regelmäßig verteilt wird an Obdachlose.

Eine Tüte, in der nur haltbare Lebensmittel und Utensilien sind. Trinkwasser, Duschgel, Dosen mit haltbarem Essen, haltbares Brot.


Wer von Euch wäre bereit, wöchentlich eine solche „Standard-Tüte“ oder natürlich Tüten zu bezahlen, damit diese an Obdachlose ausgegeben werden können?

Obdachlosigkeit abmildern, dazu sollten auch die Gemeinden und Städte mehr beitragen.

Wir fordern daher Briefkastenadressen an einem jeden Rathaus in Deutschland für Obdachlose, damit diese Menschen für das Jobcenter erreichbar sind und Leistungen nach dem SGB II oder der Sozialhilfe erlangen können – die die Grundlage für eine Wohnung und mehr sind.

Hier ist es notwendig, dass der Bund mit Gesetzen in Vorleistung tritt, wobei mutige Bürgermeister hier vorpreschen könnten.